Toros MC Iserlohn

Seit 1968 stehen die Toros MC für Gemeinschaft, Motorräder und die Straße. Was damals aus einer kleinen Gruppe entstanden ist, besteht heute über Generationen hinweg. Getragen von Zusammenhalt, Respekt und der gemeinsamen Leidenschaft fürs Fahren. Ein Motorcycle Club ist mehr als ein Name oder ein Zeichen. Es ist eine Entscheidung. Die Toros MC sind eine Gemeinschaft von Fahrern, die ihren eigenen Weg gehen. Keine Inszenierung, keine Show sondern echtes Clubleben, gewachsen über Jahre. Verlässlichkeit, Respekt und Loyalität sind keine Schlagworte, sondern Grundlage.

„Wer Teil davon ist, steht dafür ein, auf der Straße und darüber hinaus. Keine großen Worte, sondern klare Haltung.“

Die Toros MC bestehen aus mehreren Chaptern, die eigenständig organisiert sind und dennoch eng verbunden bleiben. Das Mother Chapter Iserlohn bildet den Ursprung, weitere Chapter und Nomads tragen die Idee weiter – auf ihre eigene Art, aber unter demselben Zeichen.

1968–1972

Anfänge und Gründungskontext

Viele junge Männer sehen in dieser Zeit Filme wie „Die wilden Engel“ oder „Die wilden Schläger von San Francisco“. Die Stimmung gegenüber dem „Establishment“ ist kritisch, Protest äußert sich einerseits in Anti-Vietnamkriegs-Demonstrationen, andererseits in der Suche nach alternativen Gemeinschaften. Auch in Iserlohn schließen sich einige junge Männer – unter anderem Walter, Heini und Mingo – zusammen und entscheiden sich für den Weg einer Motorradgemeinschaft. Bei regelmäßigen Fahrten nach Harlem und Amsterdam entsteht der Kontakt zu den dortigen „Hells Toros“, aus dem sich eine enge Freundschaft entwickelt. Schon früh entsteht die Idee, diesen Geist auch in Iserlohn zu leben und gemeinsam BMW-Maschinen zu fahren. Walter übernimmt in dieser frühen Phase die Rolle des ersten Presidents. Treffpunkte sind unter anderem das Trocadero im Ortsteil Nußberg sowie das Jugendzentrum „Schauburg“. Später kommt ein erstes Clubhaus in Attern hinzu. Der Sorpe-See entwickelt sich zu einem beliebten Ziel gemeinsamer Ausfahrten.
1973–1974

Wachstum und Szeneanbindung

In den folgenden Jahren wächst die Gemeinschaft durch neue Mitglieder wie Bernhard, Jahn, Pixie, Ingo, Meyer, Klaus P., Kalli, Hippie und Heinzchen. Es entstehen regelmäßige Kontakte zu anderen Clubs und Szenenorten, darunter Bones Mannheim, Frankfurt, Wiesbaden, Hot Wheels Kirchhellen, Cavemen, Ghostriders sowie die benachbarten Chosen Few. Der Club wird in dieser Zeit in der Szene zunehmend bekannt. Die Clubtreffen finden nun regelmäßig in der Gaststätte „Krämer in der Wanne“ statt.
1975–1977

Umbenennung und neue Struktur

1975 benennen sich die Amsterdamer Brüder um – dieser Schritt wirkt sich auch auf Iserlohn aus. Aus den „Hells Toros“ entsteht der Name Toros, begleitet von einem weitgehend bis heute bestehenden mehrfarbigen Zeichen. Walter und Heini verlassen den Club. Totto und Loser übernehmen führende Rollen; Totto wird President, Loser Vize-President. Clubsitzungen finden nun in einer Gaststätte in Hennen statt. Nobody und Charly verabschieden sich in Gummersbach bei den befreundeten Black Shadows und stoßen zu den heimischen Toros. Plötzlich gibt es einen enormen Memberzuwachs. Alfons, Uwe, Willie, Boris, Unger, Peter N., Bodo Ballermann, Förster, Hönnemann, Otto Elch, Sumo, Taylor, Arschi, Morle, Wolle, Jippie, Kecker und einige andere verstärken den Club. Nachdem Totto vorübergehend ausfällt, wird Alfons President, Nobody Vize. Clubsitzungen finden häufig in einer griechischen Gaststätte im Ortsteil Letmathe statt.
1980–1985

Konsolidierung und Clubleben

Ex-Member „Langes“ erinnert sich an die frühe 80er-Zeit: „Ich war von 1980–1985 Mitglied bei den Toros. Der Treffpunkt war zunächst Haus Mayfeld in Schwerte, später die Disco-Fabrik in Letmathe. Ab 1983 bestand ein Clubhaus gegenüber dem „For you“ in Schwerte-Geisecke (Unnaer Straße 5). Dietmar W. war unser Präsi, Totto Vize. Auf euren Bildern kann ich noch Jason und Lutz B. erkennen. Den Joschi kannte ich auch noch, ebenso Vörde und Uwe K. Der lange R. war im Knast, wie auch meist Ritchie und Willi M. Hinzu kamen weitere Member wie Lefti, Peter N., Wolfgang L., Acky B., der inzwischen verstorbene Olli S., Pfanne und Ratte aus Dortmund sowie der einarmige Peter mit seinem Trike und Delk. Auch Bernhard R., Loser und Amon waren aktiv. Ergänzt wurde die Gruppe durch Förster, Theo, Hund und Eule sowie die sogenannten „Tommys“ der Rheinarmee: Steve, Pello und Gumpy.“